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Oberriet-Frastanz. 72 Jugendliche aus der Ostschweiz besuchten im Rahmen einer wirklich ökumenische Exkursion den Letzehof, wo das nächstgelegene Buddhistische Zentrum in der Region liegt.

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Nach einer Busfahrt sowie einem ausgiebigen Fußmarsch, der als besinnliche Einstimmung in diese fernöstliche Religion angesehen werden kann, trafen die 72 Jugendlichen aus Oberriet, Lienz, Rüthi und Kobelwald mit ihren Begleitpersonen beim Letzehof ein. Nach einem stärkenden Mittagsmahl erarbeiteten die Besucher in kleinen Gruppen Fragen zu den unterschiedlichsten Themen. Anschließend führte sie Mönch Manfred Neurautinger, der seit über zehn Jahren im Kloster lebt, zuerst in den Tempel. Im großen Tempel lauschten die Ostschweizer den ausführlichen Schilderungen und Erklärungen des Tiroler Buddhisten Neurautinger, der ursprünglich römisch-katholisch war. Den jungen Menschen brannte eine Vielzahl von Fragen auf den Lippen: „Warum tragen die Mönche rotweinrote Kleidung und schlafen sie auch in diesem Gewand?“ „Darf ein Mönch homosexuell sein, Alkohol trinken oder rauchen?“ „Wie oft wird pro Tag gebetet und welche Rituale der Opfergaben gibt es?“ waren nur einige der Fragen.

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Mönch Manfred nahm sich ausgiebig Zeit für die Jugendlichen und beantwortete die unzähligen Fragen sehr detailliert. Anschließend führte er ein tibetisches Mandala-Gebet vor. Anschließend gab es eine Führung durchs Zentrum. Nach einer Einführung in Sinn und Funktion einer Stupa drehte die Gruppe eine oder mehrere Runden, bevor es zu einem neuen Tempel ging, der gerade fertig gebaut wird. Dort angekommen durften die Besucher die vier großen Gebetsmühlen drehen. Im Inneren befand sich auf einem Gerüst ein tibetischer Künstler, der aus New York anreiste, um die Wände in buddhistischer Tradition zu gestalten. Zum Schluss gab es noch einen kurzen Abstecher in die Bibliothek des Zentrums.

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